Die Gewand-Nadeln von Trumpington mit Kette.
Paar frühmittelalterlicher Gewand-Nadeln mit Kette, gefertigt nach dem Vorbild der angelsächsischen Trumpington-Nadeln.
Bei den Gewand-Nadeln von Trumpington handelt es sich um ein Paar frühmittelalterlicher Goldnadeln mit Einlagen aus Granat, die auf das 7. Jahrhundert datieren. Sie wurden zusammen mit einem goldenen Kreuz im Grab einer jungen angelsächsischen Adligen in Trumpington, nahe dem Ort Cambridge (UK), entdeckt.
Die originalen Gewand-Nadeln sind im Museum of Archaeology and Anthropology der Universität Cambridge (UK) zu sehen.
Link zur originalen Trumpington-Nadel...
Wahrscheinlich wurden die Trumpington-Nadeln dazu verwendet, einen Schleier oder ein feines Gewand zu befestigen. Die Nadeln waren durch eine kurze Goldkette miteinander verbunden und deuten aufgrund des kostbaren Materials auf auf einen aristokratischen oder königlichen Status der Verstorbenen hin.
Die originalen Trumpington-Nadeln waren aus Gold und Granat mit einer Kette aus Gold hergestellt, die Nachbildungen sind hingegen aus Bronze oder in echt versilbert gefertigt mit einer Einlage aus rotem Glasfluss. Legierung...
Die Nadeln haben die Maße 8 x 1,1 cm. Auf der Rückseite befinden sich Ösen an denen die Kette befestigt ist, die zusammen mit den beiden geknoteten Befestigungs-Ringen 13 cm misst.
Die Nadeln sind sehr spitz und gleiten leicht durch den Stoff. Sie sind stabil genug, um im Gebrauch nicht zu verbiegen.
In der frühmittelalterlichen Tracht der angelsächsischen Frau waren Schleier- und Kopftuchnadeln recht verbreitet und haben sich daher nicht selten auch im archäologischen Fundmaterial erhalten.
Zusammen mit einem kostbaren Kreuz aus Gold und Granat wurden die beiden Trumpington-Nadeln an einer Kette auf dem Skelett einer 14- bis 18-jährigen angelsächsischen Frau gefunden, die in einer in England ziemlich seltenen Bettbestattung beigesetzt worden war.
Die Beisetzung der jungen Adeligen ist sogar eine der frühesten nachgewiesenen christlichen Bestattungen in Großbritannien überhaupt und datiert höchstwahrscheinlich auf die Zeit zwischen 650 und 680 n. Chr.
Da die ersten Konvertiten zum Christentum im angelsächsischen England aus Adelsfamilien stammten und sich der Glaube anschließend über die restliche Bevölkerung ausbreitete, gehörte die in Trumpington bestattete Frau mit sicherheit zum Adel oder sogar zum Königshaus.
Obwohl die Frau von trumpington wie eine Heidin mit wertvollen Grabbeigaben bestattet worden war, zeigt das Vorhandensein eines kostbaren Kreuzes aus Gold deutlich, dass die Bestattete eine frühe Konvertitin zum Christentum war.
Somit sind die Nadeln von Trumpington in Verbindung mit dem Goldkreuz ein historisches Zeugnis für das frühe Wirken der Kirche in England, nachdem der heilige Augustinus im Jahr 597 n. Chr. vom Papst nach England entsandt worden war, um die noch heidnischen angelsächsischen Könige zu bekehren.



































































































































