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Historische Leder-Gürtel von der Antike bis zum frühen Mittelalter.

Antike bis frühes MA
Repliken von historischen Gürteln von der Antike bis zum Frühmittelalter aus der Zeit der Römer, Kelten und Germanen, der Völkerwanderungszeit und der Merowingerzeit. Hier finden Sie Nachbidungen und Museumsrepliken historischer Gürtel nach originalen Funden aus römischer und keltischer, sowie...
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Repliken von historischen Gürteln von der Antike bis zum Frühmittelalter aus der Zeit der Römer, Kelten und Germanen, der Völkerwanderungszeit und der Merowingerzeit. Hier finden Sie Nachbidungen und Museumsrepliken historischer Gürtel nach originalen Funden aus römischer und keltischer, sowie germanischer Zeit aus verschiedenen Epochen. Wir führen Alamannische und fränkische Gürtel aus der Zeit der Merowinger und Karolinger, angelsächsischen Gürtel wie den Gürtel von Stton Hoo, keltische Gürtelhaken und das römische Cingulum. Wiederverkäufer für Larp, Mittelalter, Museumsrepliken und Reenactment finden diese historischen Gürtel auch in unserem Großhandel. Neue Händler sind gerne eingeladen, sich als Wiederverkäufer in unserem Mittelalter-Großhandel anzumelden.
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Gürtelmode von Antike bis Frühmittelalter

Der Gürtel der Römer Der „Cingulum Militare“, war der Gürtel der römischen Legionäre und erlangte seine Bedeutung als Militärgürtel ursprünglich als Schwertgurt, wurde aber später auch ebenso oft ohne Schwert getragen, was man auf Abbildungen von Soldatengräbern in den römischen...
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Gürtelmode von Antike bis Frühmittelalter


Der Gürtel der Römer


Der „Cingulum Militare“, war der Gürtel der römischen Legionäre und erlangte seine Bedeutung als Militärgürtel ursprünglich als Schwertgurt, wurde aber später auch ebenso oft ohne Schwert getragen, was man auf Abbildungen von Soldatengräbern in den römischen Provinzen gut erkennen kann.
Ursprünglich nannte man den römische Legionärs-Gürtel „balteus militare“. Der Begriff „Balteus“ bezog sich in späterer Zeit nur noch auf den Schwertriemen, und seit dem 3. Jahrhundert setzte sich der Begriff „cingulum militare“ schließlich für den eigentlichen Gürtel der Legionäre durch.
Der Cingulum diente dem Legionär gewissermaßen als Abzeichen, denn er konnte so auch nur in der Tunika und ohne Waffen oder Rüstung als Soldat erkannt werden, denn der Cingulum wurde ausschließlich von Angehörigen des römischen Militärs getragen, wohingegen zivile Personen so gut wie nie einen beschlagene Gürtel trugen.
Ab Mitte des 1. Jh. n. Chr. wurde der römische Cingulum auch mit wechselnden Moden unterworfenen Dekorationen verziert und konnte rundum mit Messingplatten beschlagen sein.

Bis heute nicht gesichert ist die eigentliche Beschaffenheit des römischen Gürtels, da bislang nicht bekannt ist, ob dieser aus einem einzigen Stück dicken Leders gefertigt war oder aber aus mehreren übereinander aufgebrachten und gesteppten Lagen, worauf Abbildungen von Nähten hinweisen könnten. Einen Hinweis auf die Verwendung dünneren Leders könnten zudem die zur Verstärkung des Gürtels rundum aufgebrachten Messingbleche geben, da der Gürtel auch zum Stützen des Kettenhemdes Bedeutung hatten.
Typisch für den römischen Legionärgürtel war neben den rundum angebrachten Beschlagblechen auch die oftmals mit einem Scharnier an einem Gürtelbeschlag befestigte Gürtelschnalle, die mit ihren eigentümlich eingerollten Voluten eine unverwechselbare Gestalt hatte und im Vergleich zur Gürtelbreite nur einen schmalen Durchlass für den Riemenendbeschlag hatte.

In der frühen Kaiserzeit wurden noch je ein Cingulum für das römische Kurzschwert, den Gladius, sowie ein weiterer für den Pugio, den Dolch, getragen, kreuzweise an der Hüfte getragen wie die Pistolengurte der späteren Cowboys. Im Verlauf des 1. Jh. trug der Legionär dann nur noch einen Gürtel. An diesem Cingulum befanden sich dann neben zwei Halterung für den Pugio in der Regel auch noch die sog. Pteryges, mehrere lange und mit zahlreichen Beschlägen versehene Streifen aus Leder, die den Schambereich schützten. Das Schwert trug der Legionär nun an einem schmalen Schulterriemen, dem sog. "Balteus", wohingegen der eigentliche Gürtel etwas breiter wurde. Demgegenüber war der sog. „Cinctorium“ nur den höheren römischen Offizieren vorbehalten, an dem das Schwert direkt auf der rechten Seite des Gürtels befestigt war.

In der Regel waren die römischen Militärgürtel in nachchristlicher Zeit komplett mit Bronzeblechen beschlagen, wobei bei den einfachen Legionären Beschläge mit einfachen konzentrischen Ringen üblich wurden, wohingegen die Gürtel der höheren Dienstgrade sich als Rangzeichen mit aufwändigen Dekorationen der Beschläge hervortaten.
Der römische Militärgürtel war wie man sehen kann verschiedenen Moden unterworfen. So war der zweifache Cingulum zu Beginn der Kaiserzeit noch recht schmal und mit Beschlägen von nur  3 cm Breite versehen, wohingegen die Gürtel des 1. Jh. bis zu 5 cm Breite erreichen konnten.
Anfang des 2. Jh. wurde die Sitte der rundum beschlagenen Gürtel in trajanischer Zeit schließlich fallen gelassen und die Gürtel wieder schmaler, bis zu 2 cm Breite. Stattdessen waren die römischen Gürtel nun mit farbigen Emaille-Einlagen dekoriert.
Mitte des 2. Jh. kommt es jedoch zu einem grundlegenden Wandel in der Ausstattung der Legionäre: Der kurze Gladius wird durch die lange Spatha ersetzt, der Gürtel kaum noch beschlagen. Gegen Ende des 2. Jahrhunderts entstehen komplett  neue Schnallenarten, wie Ringschnallen oder Rahmenschnallen, und ersetzten im Verlauf des 3. Jh. vollständig den ursprünglichen Cingulum.
Im 4. Jh. setzen sich schließlich während der Spätantike unter dem Einfluss germanischer Söldner erneut breite Gürtelgarnituren durch, mit großflächigen Schnallen welche bis zu 10 cm Breite haben konnten. Als Gurtstraffer wurden dabei häufig auch sog. Propellerbeschläge auf dem Gürtel aufgebracht, die den Gürtel versteiften und vor dem Zusammenrollen schützten.

Der Gürtel der Merowinger


Die germanischen Männer-Gürtel des 5. Jh. waren noch recht deutlich von den spätantiken, römischen Legionärs-Gürteln zur Völkerwanderungszeit dominiert, breite Gürtel mit Zierstreckern und Riemenschiebern, die zum Teil mit verzierten Tierkopfschnallen versehen waren, häufiger jedoch einfache Eisenschnallen oder Bronzeschließen hatten.
Im frühen Mittelalter wurden von Mitte bis Ende des 6. Jahrhunderts Gürtel mit prachtvoll verzierten Schließen mit breiter Nietplatte und einfache, ovalen Schnallen mit sog. Kolbendorn oder einem Schilddorn getragen.
Die Gürtel der älteren Merowingerzeit hatten zumeist sehr einfache Schnallen aus Bronze und Eisen, die mit ein bis drei Gürtelhaften am Riemen angebracht wurden.
Diese schlichten, ovalen Schnallen des Frühmittelalters waren zumeist mit einem recht kräftigen Kolbendorn oder Schilddorn ausgestattet und fanden sich sowohl in Männer- wie auch Frauengräbern.
Solche Schild- und Kolbendornschnallen sind von Nordfrankreich über das Niederrheingebiet und Westfalen bis zum südlichen Donaugebiet anzutreffen und waren üblicherweise aus Bronze gefertigt, in Ausnahmen auch aus Silber.
für Anfang des 7. Jh. kommen in Kriegergräbern aufwändige Gürtelgarnituren mit Beschlagblechen und Zierbeschlägen in Mode, wobei das Schwert meist an einem zusätzliche Riemen oder Schultergurt getragen wurde. Solch prachtvolle Gürtelgarnituren waren jedoch nicht typisch für die breite Masse der merowingerzeitlichen Bevölkerung, sondern eher  ein Ausdruck der höheren Stände.

Doch von den breiten Gürteln der Männer inspiriert, unterlag auch die Gürtel-Mode der höher stehenden Frauen in der jüngeren Merowingerzeit einer Veränderung. Im Westen Deutschlands treten nunmehr aufwändigere Gürtel auch in Frauengräbern auf, wohingegen die Frauen der östlich des Schwarzwaldes lebenden Alemannen und angrenzenden Baiuwaren bei schmalen Gürteln mit einfachen Schnallen blieben.
Die aufwändigen Gürtel des 7. Jh. bestanden in der Regel aus geschwärztem Eisen mit Silbertauschierungen, oder waren aus Bronze mit dekorativen Zierelementen gefertigt.
Dabei befanden sich oft auch ein passender Gegenbeschlag neben der Schnalle und ein quadratischer Rückenbeschlag mit auf dem Gürtel. Diese Gürtelgarnituren waren während der Merowingerzeit von Nordfrankreich über das Rhein-Main-Gebiet bis nach Süddeutschland verbreitet.

Während der 2. Hälfte des 7. Jh. wurde es bei den Alemannen und Bajuwaren im östlichen Süddeutschland nun üblich, mehrteilige Gürtelkombinationen mit zahlreichen Gürtelbeschlägen zu tragen, die durch die Gürtelmode der vom  Kapartenbecken bis zum nördlichen Donauraum siedelnden Awaren beeinflusst waren. Die Awaren trugen als Gürtel einen schmalen Hauptriemen mit einer Reihe gesonderter Nebenriemen mit zahlreichen Beschlägen und Riemenenden, an denen sich wohl Teile der Ausrüstung befanden. Erst im Laufe des 8. Jh. wurden die Gürtel der Merowinger wieder deutlich schlichter.

Der Gürtel der Awaren


Zur Tracht der Awaren, jenem östlichen Reitervolk, das im Frühmittelalter das Kapartenbecken besiedelte, gehörte eine mehrteilige Gürtelgarnitur an der sich eine Zahl schmaler Nebenriemen befanden, die an einem Haupriemen befestigt waren.
Dem awarischen Gürtel kam eine sehr wichtige Funktion zu, da er zum einen gebraucht wurde, um Waffen, Taschen und andere Utensilien mit sich zu führen, zum anderen aber, um Wohlstand und gesellschaftliche Stellung auszudrücken.
Die frühawarischen Gürtel waren üblicherweise noch schlicht gehalten, doch mit zunehmendem Reichtum und Einfluss der awarischen Gesellschaft wurde der Gürtel zu einer eine Form von Rangabzeichen, welches Auskunft über den Rang einer Person innerhalb der Sippe gab. Da die Gestaltung der Gürtelverzierung von Sippe, Rang und Stand abhing, lässt sich unter tausend Gürtelgarnituren keine identische Gestaltung ausmachen.
Im 8. Jh. bestand der awarische Gürtel dann aus einer Schnalle mit Hauptriemenzunge und mehreren zusätzlichen Nebenriemen mit kleineren Riemenzungen, sowie rein dekorativen sog. Pseudoschnallen und einer Vielzahl von Beschlägen.
Die frühen Beschläge wurden bei den Awaren anfangs noch unter Verwendung sog. Pressmodeln aus gepresstem Bronzeblech gefertigt, seltener auch aus Silber- oder Goldblech und auf der Rückseite mit einer Füllung aus Blei, Harz, oder Teer stabilisiert. In spätawarischer Zeit wurde die Pressmodeltechnik dann schließlich durch den Bronzeguss abgelöst.

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